Mächtigere Untote in Ravengro

Die Wandelnden Toten fallen in Ravengro ein! Doch es sind nicht nur hirnlose Skelette und Zombies die sich aus ihren Ruhestätten erheben. Mit jedem blutigen Buchstaben am Schreckenfelsdenkmal wird der Zermatscher mächtiger. So werden auch die nekromantischen Energien stärker die von der Gefängnisruine in das Dorf sickern. Es ist demnach nur eine Frage der Zeit, wann zwischen den verängstigenden Ravengroern auch mächtigere Untote entstehen.

Solche untoten Schrecken könnten in den Schatten jenseits des Kerzenscheins lauern, in dem die SC bis spät in die Nacht hinein ihre Recherchen anstellen. Es handelt sich dabei aller Wahrscheinlichkeit nach um herausfordernde Begegnungen an Orten, wo die SC sich sicher fühlen und nicht mit einem Angriff rechnen. Die vier folgenden Begegnungen sind daher sehr vage gehalten, denn der SL sollte sie unbedingt auf die Situation, sowie die Fähigkeiten seiner Spieler und ihrer Charaktere abstimmen.

Ziel ist es den wachsenden Einfluss der Gefängnisruine auf die Umgebung darzustellen und die SC nach Schreckenfels zu treiben, die dem Spuk nur dort ein Ende bereiten können. Hier finden sich also wirklich nur Gründe, warum auch mächtigere Untote in Ravengro entstehen könnten. Auf jeden Fall sollten bereits fünf blutige Letter am Schreckenfelsdenkmal geschrieben stehen, bevor der erste SC bei seinen Nachforschungen diesem Grauen ausgesetzt wird.

Das Lorrimorhaus: Professor Petros Lorrimor kaufte das Haus in Ravengro von einer alten Dame. Sie war die Witwe eines Großbauern, der für seine geliebte Frau und ihren gemeinsamen Sohn ein Anwesen im Dorf erworben hatte. Sein einziger Erbe sollte in der Offenen Schriftrolle zuerst Lesen und Schreiben erlernen, bevor er an der Universität zu Lepidstadt studieren sollte. Der Großbauer wurde jedoch auf dem Gehöft im Westen, gemeinsam mit seinen Knechten, seinen Mägden und seinem Vieh von marodierenden Orks abgeschlachtet. Die Ausbildung des Jungen wurde zum einzigen Lebensinhalte der Witwe. Sie untersagte dem Sohn den Umgang mit seinen Altersgenossen, die er von nun an nur noch aus seiner kargen Schreibstube beobachten konnte. Er sah wie sie draussen auf der Straße und den Feldern spielten, während er die Feder mit schmerzender Hand bis tief in die Nacht hinein schwingen musste. Niemand weiss wie der Junge tatsächlich ums Leben gekommen ist. Manche behaupten er habe sich auf dem Dachboden erhängt, während andere glauben er sei schlichtweg an Langeweile gestorben. Wenn es still in Haus Lorrimor ist, hört man die Stimme des armen Jungen heute wieder, denn er ist als Dachbodenflüsterer (PF MHB II S. 49) zurückgekehrt.

Die Offene Schriftrolle: Alendru Ghoroven ist nicht nur Lehrer der arkanen Künste und Händler magischer Gegenstände, sondern auch leidenschaftlicher Sammler osirianischer Artefakte. Wenige Wochen vor Professor Lorrimors Ableben erreichte eine kostbare Lieferung über den Hafen von Caliphas das Dorf Ravengro. Der mumifizierte Leichnam eines Tempelwächters aus dem alten Osirion ist seitdem der ganze Stolz von Alendru Ghoroven. Verwenden die SC bei ihren Nachforschungen die umfangreiche Bibliothek der Offenen Schriftrolle, könnten sie als „Eindringlinge“ zu den Opfern der belebten Mumie (PF MHB S. 191) werden.

Das Rathaus von Ravengro: Im Jahr 4701 AK nahm sich Ratsherr Miklas Straelock an seinem Schreibtisch das Leben. Dabei wählte er einen langen, qualvollen Weg zu sterben und trank ein langsam wirkendes Gift. Im Todeskampf zuckten seine Gliedmaßen und schlugen unkontrolliert gegen das massive Tropenholz des Tisches. Immer wieder behaupten Schreiber, so wie manche Ratsmitglieder, ein unheimliches Klopfen aus der Schreibstube von Miklas Straelock zu hören. Zu dem Widerhall dieser fürchterlichen Nacht mischt sich nun auch noch die zischende Stimme des toten Ratsherren, der als rachsüchtiger Allip zurückgekehrt ist.
Die deutschen Spielwerte des Allip für das Pathfinder Rollenspiel finden sich im Wunder Werk Online #4.

Tempel der Pharasma: Der Pharasmatempel in Ravengro ist verhälnismäßig klein. Dennoch hatte das Gotteshaus einst drei Hohepriester. Die Hohepriesterin der Prophezeiung verlor jedoch den Verstand bei einer grauenhaften Vision ihres eigenen Untodes. Sie gab Pharasma selbst die Schuld an ihrem Wahnsinn und kehrte der Verrückten Prophetin den Rücken. Im Geheimen begann sie Urgathoa zu verehren, sie hoffte die Bleiche Prinzessin versöhnen zu können und damit ihrem vorbestimmten Schicksal zu entgehen. Die Hohepriesterin des Todes entdeckte das dunkle Geheimnis ihrer Glaubensschwester und verbannte sie aus dem Tempel. Nicht bereit das Urteil anzunehmen, schleuderte sie die schwarze Magie ihrer neuen Schutzgöttin auf den versammelten Klerus und töte dabei die Hohepriesterin der Geburt. Als Mörderin hingerichtet und als gefallene Priesterin bestattet, wurden der ehemaligen Hohepriesterin der Prophezeiung weder Riten noch Ehren zuteil. Da jedoch das unheilige Symbol Urgathoas bei der Toten gefunden wurde, werden ihre sterblichen Überreste noch heute in der Krypta des Tempels aufbewahrt. Die negativen Energien von Schreckenfels dringen nun bis in diese heilige Grabstätte vor und verwandeln das ungeschützte Gerippe der gefallenen Hohepriesterin in eine Huecuva. So sind es diese bösen Strömungen die die Vision von einst erfüllen.

Bildnachweis: http://paizo.com/paizo/blog
Illustrator: Kevin Crossley

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