Bericht 4711/10/26

Asconarhütte, Pfalzgrafschaft Lozeri

Heil Paladin Mirella Teufelsbann!

Ritter Balduan ist gefallen. Doch lasst mich von vorne beginnen.

Ich habe mich geirrt! Meinte ich doch Eure Menschenkenntnis hätte Euch im Stich gelassen, als Ihr mir Balduan als Verstärkung schicktet. Dieser stille, etwas unterwürfige Schildknappe sollte einer der viel versprechendsten Ritteranwärter sein?

Doch er belehrte mich eines Besseren. In der Schlacht um Tamrivena zeigte er, dass ein guter Anführer in ihm gesteckt hatte. Furchtlos führte er seine Truppen gegen die Orks zu Felde. Seine Tapferkeit strahlte mit dem Licht der Erbin und inspirierte seine Untergebenen. Trotz der unglaublichen Grausamkeit der Orks verloren sie nicht den Mut und folgten ihrem Anführer bis die letzte Grünhaut das Schlachtfeld verlassen hatte.

Aber was berichte ich Euch das, schlugt ihr Balduan doch kurz danach in Lepidstadt zum Ritter von Ozem.

Bald darauf erhielten wir neue Hinweise auf die Machenschaften des Wispernden Pfades. Die Spur führte uns ins Schauderholz, zur berühmten Asconarhütte.

Mitten im Wald tappten wir jedoch in einen Hinterhalt. Es waren Atterkopps, die uns da in eine Falle gelockt hatten. Natürlich bekämpften wir die Scheusale nach besten Kräften und verfolgten sie tiefer ins Schauderholz hinein, um Golarion von diesen Plagen dauerhaft zu befreien.

Wir folgten ihnen bis zu einem verfallenen Turm. Plötzlich ertönte der wunderschöne Klang einer Harfe. Balduan und unsere Weggefährtin Stralicia Mancini waren sogleich in seinen Bann geschlagen. Während ich mit Gizella Biahara weiter gegen die Atterkopps kämpfte, konnte ich nur zusehen wie Balduan und die Varisianerin ganz in Trance auf den Turm zuwankten.

Und was sich dann aus den Schatten der Ruine schälte, verschlug mir den Atem. Eine riesige, fette Webermade attackierte die beiden. Halb Frau, halb bleicher fetter Wurm! Wir wollten ihnen zu Hilfe eilen, waren jedoch zu sehr damit beschäftigt uns die Klauen der Atterkopps vom Leib zu halten. Balduan und Stralicia konnten sich vom Bann der Tochter Urgathoas befreien und kämpften nun um ihr Leben.

Die Webermade hatte Stralicia beinahe getötet, doch Balduan rettete sie und schützte die Variserin hinter seinem Schild. Er stellte sich dem riesigen Monster mit all seiner Kraft entgegen und ermöglichte der schwer verletzten Alchemistin die Flucht. Mittlerweile hatten Gizella und ich die Atterkopps erledigt und wollten den anderen zu Hilfe eilen, als mehrere mächtige Hiebe auf den Ritter niedergingen. Jeder schlechtere wäre bereits gefallen. Balduan jedoch schaute mir in die Augen und rief: „Flieht! Ich halte sie auf!“

Sein Blick sagte mir, dass wir ihn nicht mehr lebend wiedersehen würden. Schwer verletzt suchten wir unser Heil in der Flucht. Als ich mich ein letztes Mal umsah, erkannte ich Balduan wie er mehrere Hiebe mit seinem Schild abwehrte. Doch dann durchdrang eine Klaue seinen Panzer und brach aus seinem Rücken wieder hervor. Leblos rutschte der Ritter von Ozem zu Boden

Balduan hatte sein Leben für das unsere gegeben.

Hochachtungsvoll, Antonius Iacobus Santorio

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Bericht 4711/10/26

Ein Gedanke zu “Bericht 4711/10/26

  1. Mhyr schreibt:

    Es freut mich wirklich sehr, dass ein weiterer Tintenteufel zurückgefunden hat! Vielen Dank für den Beitrag, Lichtobergo!!

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