Spielbericht: Die verlorene Mine #6

Donnerbaum

Das Jahr der Kriegerprinzessin
13. Eleint, 1489 TZ
Phandalin

Heil Fürst Filmarya,

es ist nun nahezu einen Zehntag her, dass ein Großteil der Abenteurer – meine Hoffnungsträger in der Rückeroberung der Wellenhallhöhle – Phandalin wieder verlassen hat.

Nur der Kleriker, Rangrim Frostbart, beschäftigt sich noch mit den Hinterlassenschaften der Blutwesten. Er hat die Gewölbe unter Haus Tresendar gesichert und die Aufzeichnungen von Glasstab, dem Anführer der Verbrecherbande, nach weiteren Hinweisen durchsucht.

Tymora sei Dank, Glasstab war schlau genug, seine wahre Identität in den Unterlagen nicht preiszugeben. Versteht mich nicht falsch, ich will seine Schandtaten nicht gut heißen, doch Ihr werdet den geheimnisvollen Magier als Iarno Albrek kennen. Jawohl, er war ein niederträchtiger Fahnenflüchtling und unsere Sorgen um ihn waren leider völlig unberechtigt. Ich habe die Tatsache, dass er einer unserer Agenten war, erfolgreich vertuscht.

Der Schildzwerg gerät jedoch mit jedem Tag mehr unter den Einfluss von Daran Edermath, und die geblendeten Fanatiker seines Ordens haben in dem gläubigen Moradinanhänger sicher einen dienstfertigen Jünger gefunden. Bei Siamorphe, wäre der Bursche doch nur von edlem Blute und unserer Sache stärker zugetan.

Galinndan Amakiir ist ebenso in Phandalin geblieben. Er bewegt sich allerdings nur noch von der Taverne in die Wechselstube und wieder zurück. Der Mondelf scheint mittlerweile Halia Dorn, völlig hörig zu sein. Sehr ungewöhnlich für einen Elfen, sein Herz einer solch derben Frau zu schenken. Bedauernswert, er schätzt wohl das Klingen von Münzen mehr als das Streben nach dem Höheren. Das Grafenbündnis hätte seine flinken Klingen sicher gut gebrauchen können. Möge ihn der Wahre vor schlimmerem behüten. Ich vermute nämlich Agenten der Zentarim in diesem erblühenden Städtchen der Bergleute. Mein Verdacht liegt hierbei auf Linene Grauwind. Als Vorsteherin des Handelspostens würde sie enorm von der Verbindung zum Schwarzen Netzwerk profitieren.

Die beiden Waldelfinnen, Thia und Shanna, sind bereits noch vor den anderen in die Wälder von Niewinter zurückgekehrt. Ob sie dort den Bruchzahngoblins den Todesstoß versetzen oder den Kampf gegen die Winterfeen aufgenommen haben, vermag ich nicht zu sagen. Die Druidin ist jedoch mit Bestimmtheit eine Dienerin der Smaragdgrünen Enklave. Es bleibt weiterhin unklar, wie sich die Wächter der Wildnis zu dem Vorhaben der Gebrüder Steinsucher positioniert haben.

Unsere Agenten in Niewinter berichteten mir, daß Enna im Mongeflüster, Javic Vrenn und Nhiltanaa Arabund vor zwei Tagen in einer namenlosen Herberge im Hafenviertel von Niewinter Nachtquartier bezogen. Anschließend scheinen sie flussaufwärts nach Osten weitergezogen zu sein. Zuvor besuchten sie allerdings noch die Halle der Gerechtigkeit und erstanden ungewöhnlich viel heiliges Wasser im Schrein des toten Gottes Tyr. Sie könnten nach Donnerbaum in den Kampf gegen die Untoten gezogen sein.

Der namenlose Schüler dieses Shou, der die neue Wäscherei betreibt, hatte die drei Abenteurer begleitet. Der Halbling scheint es jedoch nicht bis Niewinter geschafft zu haben. Kein Wunder. Unsere Späher berichteten von orkischen Wegelagerern an der Hochstraße und dem Dreieberpfad. Die Grünhäute haben offenbar Wind vom Chaos in den Reihen der Bruchzahngoblins bekommen.

Javic Vrenn ist der einzige Mensch des Bundes und stammt aus dem Süden. Er ist ein Zauberkundiger, der es nicht nur ein Mal vorzog seine Bücher und Folianten zu studieren, während seine Gefährten in den Kampf zogen. Wir werden sehen, nur die Götter wissen für wen oder was Javic steht.

Die Mondelfin nennt sich Enna im Mondgeflüster. Ich vermute das ist jedoch nur eine Abwandlung ihres eigentlichen Namens. Wenn mich meine Nachforschunden nicht in die Irre geführt haben, dann gab es einst im Elfenreich von Cormanthyr, in den heutigen Talländern, ein altes Mondelfengeschlecht namens Mondgeflüster. Sie wäre meine Wahl für unser Bündnis. Auch wenn Enna noch ein Grünhorn ist, so könnte die Mondelfin mit Bestimmtheit eines Tages zu einem wichtigen Verbündeten für das Grafenbündnis im Wiederaufbau der Schwertküste werden. Sie trägt bereits das berüchtigte Langschwert „Klaue“. Es wurde eigens für Ritter Aldith Tresendar, dem Schwarzen Falken von Phandalin und den Kampf gegen die Orks in der Zauberschmiede geschaffen.

Und dann wäre da noch Nhiltaana Arabund, eine überaus geheimnisvolle Sonnenelfin. Ich konnte nichts über ein Haus mit dem Namen Arabund in Erfahrung bringen. Seid gewarnt, mein Herr, wir sollten beim Umgang mit dieser Dame Vorsicht walten lassen. Könnte sie gar eine Agentin der Harfner sein? So ein schlechter Deckname würde zu den Unruhestiftern jedenfalls passen!

Die junge Abenteurergruppe bleibt mir in jedem Fall ein Rätsel. Vier der Mitglieder mögen durch die Wurzeln ihres Volkes miteinander verbunden sein, doch welche Interessen teilen sie mit dem Mensch und dem Schildzwerg? Halten sie den Geist des gefallen Phalorm aufrecht?

Das Juwel des Nordens erstrahlt unter all der Asche nicht mehr wie einst, als wir noch Knaben waren, als Leilon stolz über die Totensümpfe wachte, als die Gerechtigkeit in Tyr noch lebte. Ganz Faerûn litt schwer unter der Zauberpest und ihren unvorstellbaren Auswirkungen, doch diese finsteren Zeiten sind vorüber. Und so wollen wir es Fürst Nimmerglut gleichtun und unseren Teil der Schwertküste wieder zu altem Glanz pollieren! Mit oder ohne diesem kunterbunten Haufen von Glücksrittern.

Hochachtungsvoll,
Sildar Winterhalle


Die verlorene Mine ist unsere inoffizielle Übersetzung von Lost Mine of Phandelver.

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