Unsere Schwertküste

Heute ist er endlich im konventionellen Einzelhandel (Ich blicke einfach nicht mehr durch: Preferred, Premier oder Core Store! Jedenfalls kein bevorzugter Händler) erschienen, der erste Quellenband zu den Vergessenen Reiche (VR) der 5E: theee Sword Coast Adventurer’s Guide (SCAG). Ich hatte bereits einen halben Zehntag Zeit in dem dürren Ding zu schmökern, dieser Beitrag soll dennoch keine Rezension des (eigentlich ganz gut gelungenen) Buches werden. Es geht mir darum – vor allem meinen Spielern – zu erläutern wie ich mit den ganzen Informationsquellen umgehen möchte, die sich über die Jahre so angehäuft haben. Zunächst will ich mich wiederholen und meine 5 Vorsätze aus dem Beitrag Vergessene Reiche aufzählen:

  1. Nur 5E-Material ist wahrer Kanon!
  2. Verwende was du magst, lasse den Rest im undurchdringlichen Nebel des Vergessens ruhen!
  3. Die wahren Protagonisten sind die Spielercharaktere!
  4. Die VR sind groß und stark; sie gleichen dabei einer Leinwand mit genug Projektionsfläche und weißen Flecken.
  5. Die vorhandenen deutschen Übersetzungen sind im Zweifelsfall lediglich andere, ungewöhnlichere Bezeichnungen für die gleiche Sache.

Im SCAG findet sich endlich dieser „wahre Kanon“ (siehe Vorsatz #1), mit dem wir arbeiten… äh, spielen wollen. Es gibt also genau einen Quellenband (und die bisher erschienen VR-Abenteuer) die verbindlich sind. All die wundervollen Informationsquellen, die ich im Beitrag Kerzenburg(en) vorgestellt habe, dienen allerdings der Unterfütterung des spärlichen Inhalts der 150+X Seiten des SCAG. Er dient also vielmehr dem verifizieren von Informationen, als dass er unsere einzige Quelle darstellt.

Ich persönlich finde den Ansatz, zunächst den Fokus nur auf eine bestimmte Region der Reiche zu legen, nicht schlecht. So kann auch weiterhin ein Großteil „im Nebel des Vergessens ruhen“ (siehe Vorsatz #2), während ein paar Sätze zu den meisten interessanteren Ländern Faerûns, zu seinen Gottheiten usw. den nötigen Hintergrund für Charaktere und Abenteuer an der Schwertküste liefern. Ich hätte mir allerdings etwas mehr Tiefe und Detailreichtum für einen solchen Regionalband gewünscht.

Der SCAG richtet sich sowohl an Spieler wie an Spielleiter. Er enthält eine bunte Mischung an Charakteroptionen, aber ich persönlich hätte mir das Buch nicht wegen seinem Crunch-Gehalt allein angeschafft. Ich denke es handelt sich um eine Hand voll netter Mechanismen mit denen man seinen Charakter tiefer in die Spielwelt einbetten kann. Was ich nicht erwartet hatte, ist die Tatsache, dass ich doch gern mehr über die Sternchen der Reiche, also Elminster & Ko. gewusst hätte. Aber, und das besagt schon mein Vorsatz #3, „die wahren Protagonisten sind die Spielercharaktere“. Und für die gibt es eben ein paar Spielzeuge.

Ganz meinem Vorsatz #4 entsprechend, besitzt die Schwertküste der Reiche auch nach dem Studium des SCAG noch genügend Spielraum für unsere eigenen Geschichten. Das scheint mir jedenfalls der einzige Vorteil jenes zu vermissenden Detailreichtums zu sein.

Wir nutzen Obsidian Portal für unsere Runde und unterhalten ein Wiki, unter anderem mit Informationen zu unserer Spielwelt. Eine Übertragung von den Büchern in einen Wiki-Artikel erfolgt nicht nur im Sinne einer Übersetzung vom Englischen ins Deutsche, oder der Abschrift bereits vorhandener deutscher Übersetzungen (siehe Vorsatz #5), sondern in Form einer Kombination aus Recherche, Verifizierung hinsichtlich Relevanz und Aktualität, sowie gegebenenfalls sprachlicher Übersetzung.

Und der SCAG ist ein fantastisches Werkzeug für diese… ja, Arbeit!

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