Spielbericht: Die verlorene Mine #14

Schatten der Vergangenheit

Das Jahr der Kriegerprinzessin
28. Eleint, 1489 TZ
Wellenhallhöhle

harfner

Hochverehrter Harfner,

aus größter Not schreibe ich diese Zeilen in der verzweifelten Hoffnung auf Unterstützung durch unsere verborgene Gemeinschaft!

Meine Gefährten und ich, wir sind zusammen drei an der Zahl, schweben in größter Gefahr. Wir werden hier in der Wellenhallhöhle von zahlreichen Schrecken bedroht. Zum einen von der „schwarzen Spinne“, einem mächtigen Drowmagier, seinen Artgenossen und ihren Goblinsklaven.

Ich vermute, die Spinne will die alte Zauberschmiede wieder in Betrieb nehmen und für seine finsteren Zwecke missbrauchen. Doch lasst mich am Anfang beginnen.

Unsere Gruppe wurde bereits vor dem Betreten der Wellenhallhöhle getrennt. Ich wurde durch die Schergen der Spinneüberwältigt, eine dunkelelfische Doppelgängerin nahm dann mittels Magie meine Gestalt an und übergab mich in die Gefangenschaft von fünf hünenhaften Grottenschraten.

Ich konnte mich aber im rechten Augenblick befreien und zwei der Scheusale dabei ausser Gefecht setzen. Tymora lächelte mir zu, denn ich fand kurz darauf den Rest meiner Gefährten wieder. Sie waren mir gegenüber aber aufgrund der Gestaltwandlerin zunächst sehr misstrauisch. Scheinbar hat die Drow als “Nhiltaana” versucht unseren Magier, Javic Vren, zu töten. Dabei hatte ich den jungen Menschen doch gerade erst in mein Herz geschlossen, wie auch die Mondelfin Enna und – wer hätte das gedacht – den grimmigen Zwerg, Rangrim.

Wo war ich… Ach ja! Wir schlugen uns nach einem kurzen Kampf gegen drei weitere Grottenschrate tiefer in die nördlichen Höhlen durch. In der Säulenhalle, an deren Kopfende eine überlebensgroße Zwergenstatue thront, erwartete uns bereits die Spinne mit ihren Dienern: anderen Drow, Riesenspinnen und noch mehr Grottenschraten. Und sie hatten Nundro Steinsucher in ihrer Gewalt.

Unser erster Angriffsversuch war kläglich gescheitert und so mussten wir klein beigeben, denn sich weiter zu widersetzen hätte den sicheren Tod bedeutet. Der Drowmagier presste uns in seine Dienste, so wie es mein dunkles Volk immer tut. Seit Jahrtausenden getan hat! Er zwang uns für ihn gegen die untoten Bewohner der Wellenhallhöhle zu kämpfen.

Unsere Aufgabe begann hinter einer notdürftig verbarrikadierten Tür in einem kargen Schlafsaal der Zwerge. Wir trafen auf eine große Gruppe von Zombies – untote Zwerge, Orks und Menschen – die von einem Flammenschädel angeführt wurden.

Uns blieb nicht viel übrig und so fochten wir für die Drow einen schrecklichen Kampf aus, in dem wir alle an die Grenzen unserer Kräfte kamen. Wir konnten den zähen Zombies nur schwerlich zur ewigen Ruhe verhelfen, während ihr Anführer Zauber um Zauber auf uns schleuderte. Zunächst versuchten wir noch aus der Halle unsere Gegner im Gang in Schach zu halten, doch das war aussichtslos! Vor uns die lebenden Toten und hinter uns Dunkelelfen der abscheulichsten Art mit ihren tumben Lakeien.

Dann versuchte Rangrim einen Feuerball, den der Flammenschädel aus einer seiner Augenhöhlen auf uns spuckte, mit seinem Schild abzuwehren. Er konnte ja nicht ahnen, dass er damit den Zauber auf Javic und mich ableiten würde. Die Hitze der Flammen und die Wucht der Explusion waren zu viel für uns. Wie mir Enna später berichtete, fielen wir bereits bewusstlos zu Boden.

Doch es war die Heilmagie von Rangrim die es mir erlaubte schon kurz darauf wieder die Augen aufzuschlagen. Doch was war mit dem armen Javic? Um ihn war es nicht so gut bestellt. Ich konnte seine Blutungen zwar stillen, doch der Magier erlangte sein Bewusstein nicht wieder. Und das nutzte auch die Spinne. Sie ließ Javic von den Grottenschraten als Geisel nehmen, mich stießen sie trotz meines Drowblutes wieder vor die Tür, in den Gang.

Diese Feiglinge, verschanzen sich hinter der Tür und überlassen uns die Drecksarbeit! Aber es ging nun nicht mehr nur um unser eigenes Überleben. Sie hatten nun auch den wehrlosen Javic in ihrer Gewalt. Immer mehr der Untoten quollen in den schmalen Korridor, hinter der Tür. Der Flammenschädel beschwor zu allem Übel auch noch eine Feuerkugel, die Enna und Rangrim mit ihrer Hitze folterte und fürchterlich versengte.

Plötzlich stürmte durch einen Seitengang ein lebender Zwerg und trat schützend vor seinen bärtigen Artgenossen. Da wir jede Unterstützung bitte nötig hatten, fragten wir nicht lange nach, wer er war und wo er herkam.

Nachdem ich durch einen Zauber endlich den Flammenschädel besiegen konnte und wir auch den letzten Zombie von seinem unheiligen Dasein erlöst hatten, wollten wir von der Spinneunseren Gefährten Javic zurückfordern. Doch dieser Schurke ließ sich nicht darauf ein, er schickte einen seiner speichelleckenden, haarigen Lakaien, die uns beim Kampf gegen weitere Untote behilflich sein sollte.

Das letzte, was wir von Javic sahen, war seine leblose Gestalt in den pelzigen Armen eines Grottenschrats dem ein Drow einen Dolch an die Kehle hielt. In meinem Zorn darüber und aus purer Verzweiflung tötete ich den Grottenschrat mit meinem Schockgriff. Aber wir bekamen einen zweiten Grottenschrat zur Seite gestellt.

Wir hatten keine Wahl, also drangen wir gemeinsam mit dem Goblin Murgs und dem Zwerg Oskar Eisenhammer in die Höhle vor.

Wir stiegen eine ausgetretene Treppe hinunter und stießen auf zwei Gebäude. Im ersten verwehrte uns ein fünfäugiger Wächter, eine schwebende Kugel aus grünlichem Fleisch, den Einlass. Wir zogen weiter und verzichteten auf einen Kampf mit dem Beobachter.

Im zweiten Gebäude wartete ein noch schrecklicherer Gegner auf uns: ein Todesalb!

Wir rannten um unser Leben und wurden abermals getrennt. Ich lief mit den Zwergen, Rangrim und Oskar, eine Treppe hinauf nach Norden. Wir gelangten in den geschützten Teil einer riesige Höhle, an das Steilufer eines unterirdischen Sees, oder gar Meeres, dessen Wellen an die Steinwände der uneinsehlichen Kammer schlugen und durch die Finsternis hallten.

Wohin es die tapfere Schwertkämpferin Enna verschlagen hatte, mag Eilistraee wissen. Möge sie die Mondelfin behüten.

Verehrter Harfner, der Ihr diese Zeilen lest, ich bitte Euch, bereitet den Schrecken in der Wellenhallhöhle ein Ende. Bringt Licht in dieses Dunkel und vertreibt die Schatten der Vergangenheit aus den Phandeltiefen und der Zauberschmiede, auf dass sie wieder dem Guten an der Schwertküste dienen möge.

In tiefer Verzweiflung
Nhiltanaa Arabund


Die verlorene Mine ist unsere inoffizielle Übersetzung von Lost Mine of Phandelver.

Wer mehr über die Natur unserer Spielberichte erfahren möchte, kann das hier:
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