Die Ruinen im Unterberg, Teil 0

Als Spielleiter hatte ich einfach keine Zeit mehr unsere Abenteuer vollständig selbst zu ersinnen, daher verwenden wir für gewöhnlich die vorgefertigten Storylines. Wer unsere Spielberichte mitliest, weiss, dass wir mit Lost Mine of Phandelver angefangen haben. Weitere Berichte werden in Kürze unsere Erfahrungen mit Tyranny of Dragons und Princes of the Apocalypse enthüllen, aber alle bisher durch Wizards of the Coast veröffentlichten Abenteuer bzw. Storylines für die 5E sind mehr oder weniger nur für einen Stufenbereich von 1-15 ausgelegt. Nun würde ich aber gern unsere erste 5E-Kampagne von der 1. Stufe bis auf die 20. Stufe fortführen.

Es bliebe uns wohl nur übrig auf Drittanbieter zurückzugreifen oder eben wieder selbst Stift und Papier in die Hand zu nehmen. Aber auch besagte, zahlreiche Drittanbieter haben bisher noch keine – für mich – interessanten Abenteur für den gefragten Stufenbereich von 16-20 veröffentlicht. Also doch mal wieder was hausgemachtes!

Da trifft es sich recht gut, dass Oscabuu den Löwenanteil und das Tagesgeschäft des SL unserer Runde übernommen hat. Ja, ich habe einen Seitenwechsel vollzogen und werde in naher Zukunft lediglich die Side Treks aus Kapitel 6 von unseren hochverehrten Prinzen der Apokalypse leiten. Und somit habe ich etwas Zeit, ganz allmählich alles für den letzten Stufenbereich vorzubereiten.

castle_ravenloftUnser neuer SL Oscabuu ist ein großer Liebhaber von Ravenloft. Ich denke allerdings nicht, dass diese Faszination direkt auf das ursprüngliche Modul I6: Ravenloft zurückzuführen ist, sondern die Atmosphäre, die das Abenteuer und die daraus entstandene Spielwelt besitzen. Wir durften unter seiner Spielleitung mit Expedition to Castle Ravenloft auch bereits vor einer Dekade in den Nebel schnuppern, doch als wir Madamme Eva getötet hatten, war irgendwie die Luft raus. Nun, ja. Vor kurzem ist Curse of Strahd, die 5E-Version des Klassikers erschienen, daher vermute (und hoffe) ich, dass wir früher oder später in die Nebel zurückkehren dürfen.

Wir haben uns jedoch darauf geeinigt zuvor unsere laufende, erste 5E-Kampagne mit Spielercharakteren auf Stufe 20 abzuschließen.

Voller Zuversicht habe ich mich also mit ausreichend Vorlauf hingesetzt und überlegt, wie ein Abenteuer für den höchsten Stufenbereich aussehen könnte. Ich bin ein großer Freund von Stadtabenteuern und spätestens seit Königsmacher schätze ich auch Abenteur in der Wildnis sehr; für die Fortsetzung unserer Kampagne, die mit den Erlebnissen um die berüchtigte Wellenhallhöhle ihren Auftakt nahm, zu den Geisterburgen der Sumberhügel und in die uralten Gewölbe darunter weitergeführt wurde, erscheint mir jedoch nur ein Dungeon-Abenteur wirklich angebracht.

Seit ich im zarten Alter von 16 Jahren die verstaubte Box im Keller eines mittlerweile längst geschlossenen FLGS in der Altstadt von München entdeckt habe, träume ich von einer ganzen Kampagne im Megadungeon Unterberg. Meine Einstellung zu den Ruinen im Unterberg ist nicht unbedingt mit Oscabuus Verhältnis zu Schloß Rabenhorst zu vergleichen, aber eine gewisse Bedeutung hat der fiktive Ort für mich dennoch. So ist mein Synonym – Mhyr – indirekt darauf zurückzuführen. Eigentlich entstammt es Mirs Turm aus dem Konsolenspiel Landstalker, wenn das noch jemand kennt. Eke-Eke? Nein? Dann habt ihr was verpasst! Als Kind war ich jedenfalls ungemein vom Turm des Magiers Mir und den Gewölben darunter fasziniert. Nach der Lektüre meines ersten englischsprachigen Fantasyromans, A Song of Ice and Fire, erfreute ich mich ungemein an der Schreibweise der Stadt Myr und begann sporadisch das Synonym Mhyr zu verwenden.

(Natürlich nicht zu verwechseln mit der neuen Spielwelt Myrr von Cawood Publishing.)

Und damit zurück zum Thema.

Zu Zeiten der 2E war meine Spielergruppe leider nicht sonderlich versessen auf diese Art von Abenteuer und so geriet das Megadungeon der Reiche in Vergessenheit. Erst die Rückbesinnung auf ältere Editionen und vermeintlich „abgelaufenes“ Spielmaterial, die mit der 5E einherging, ließ mich wieder die ominöse schwarze Box hervorziehen.

Leider haben wir im Gegensatz zur 3E-Version von Strahds düsteren Ländereien, Expedition to Undermountain nicht gespielt. Und die 4E – mit ihrer Version des Megadungeons – haben wir ohnehin komplett ausgelasen. Es wird also höchste Zeit für das erste Dungeon der Vergessenen Reiche!

Doch wie soll dieses langfristige Vorhaben umgesetzt werden und warum schreibe ich hierzu überhaupt einen Blogartikel? Ich beginne hiermit eine vermutlich längere Artikelserie, die Raum für Raum meine Abschnitte des Unterbergs für den Stufenbereich 16-20 und die 5E vorstellt. Es handelt sich dabei um die ersten Beiträge des Tintenteufels die sich explizit nicht an Spieler unserer Gruppe richten, sondern an andere Spielleiter die etwas mit dem Material anfangen können. Fantastsich wäre natürlich konstruktive Kritik oder gar Erfahrungsberichte mit dem (Mega)Dungeon!

 

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