Spielbericht: Die verlorene Mine #17

Der Hain des Einhorns

Das Jahr der Kriegerprinzessin
2. Marpenot, 1489 TZ
Phandalin

b_ndnisHochverehrter Sildar Winterhalle,

Gratulation zum zügigen Vorankommen des Wiederaufbaus von Haus Tresendar! Baumeister Orm Halbzwerg scheint sein Handwerk wahrlich zu begreifen und die Karawane aus Niewinter brachte ganz offensichtlich noch ein paar tatkräfitge Arbeiter dazu.
Der Anreiz dieser tüchtigen Siedler aus Niewinter, ist wohl die kurz bevorstehende Inbetriebnahme der Zauberschmiede?

Allerdings kommt nicht nur Gutes aus Niewinter. Wie Ihr Euch vielleicht erinnert, wurde mein treuer Gefährte Javic in der wundervollen Nacht in der Mondsteinmaske, von einer Lykanthropin angegriffen und angesteckt. Der erste Versuch den Fluch am Hain des Einhorns zu brechen schlug fehl. Als wir zum zweiten Mal aufbrachen, und uns kurz vor dem Hain rasteten, kam es zu der äußerst unschönen Begegnung mit der Doppelgängerin Vyerith und ihrem Bruder. Der Doppelgängerin die mittlerweile unter dem Haus des Ratsherren eingekerkert ist.

Was Ihr aber nicht wisst, ist, daß in dieser Vollmondnacht auch ich Opfer eines Werrattenangriffs wurde. Es war schrecklich! Mein eigener Gefährte Javic hatte mich gebissen und ebenfalls angesteckt. Meine Gefährten waren geflohen, nur der Gnom Podri Silberblick leistete mir noch Beistand. Als ich also am nächsten Tag wieder erwachte, galt all mein Streben, so rasch wie möglich den Hain des Einhorns aufzusuchen und den Fluch zu brechen.

Im Hügelland am Fuße der Schwertberge hatten wir einen alten Bergmann namens Ahab Tum getroffen. Er trug einen hölzernen Käfig in dem sieben Kanarienvögel zwitscherten, während wir miteinander über Gut und Böse, Leben und Tod, wahren Reichtum, Macht und Verderbnis philosophierten. Ich meinte zu fantasieren, als der Gnom danach behauptete wir wären soeben Bahamut, dem Fürst des Nordwinds, begegnet. Und so waren die Edelsteine die er uns geschenkt hatte, ein Smaragd für Podri und ein Rubin für mich, Zeugnis, dass es kein Traum gewesen sein konnte.

Nach dieser eigenartigen Begegnung erreichten wir endlich den “Vorgarten des Hains”, einen Mielikkischrein, mit bezaubernden Blumen. Blauer Nebel stieg kurz nach Sonnenuntergang aus dem Boden empor, der uns sehr bald völlig einhüllte und uns die Sicht nahm. Durch die Verwandlungsfähigkeit meines ehrenwerten Begleiters konnte ich gerettet werden. Silberblick nahm mich in der Gestalt eines Schreckenswolfes mit weichem Biss in sein Maul und brachte mich zum Licht der Göttin Lurue. Dort angekommen berührte mich ein Einhorn mit der Spitze seines Hornes und ich verlor das Bewusstsein. Wir erwachten inmitten der Blumenwiese und dankten den Göttinnen sogleich von ganzem Herzen, denn Podri war Zeuge geworden wie der Fluch von mir genommen wurde.

Als wir nach Phandalin zurückkehrten, war unser Staunen groß: die staubigen Straßen waren voller Menschen und Zwerge, Haus Tresendar sollte wieder aufgebaut und befestigt werden und Gasthaus Steinhügel war bis aufs letzte Lager ausgebucht. Wir blieben dennoch, speisten, tranken und plauderten mit Toblen, als sich ein gut gebauter Mann, namens Arestides Grenaldes in unser Gespräch einmischte. Er stellet sich als Lykanthropenjäger vor und bot mir an, sein Lager mit mir zu teilen. Soviel gutem Benehmen und Höflichkeit konnte ich nicht widerstehen. Außerdem gefiel mir der gut aussehende Mensch in seinem dunklen Ledergewand und ich wollte mehr über ihn wissen. Er sei aus mit der Karawane aus Niewinter gekommen und jagte im Auftrag von Harbin Wester das Werwesen, das Lia den Tod gebracht hatte.

Podri behauptete es vorzuziehen bei Mutter Eschenblatt zu nächtigen und verabschiedete sich scheinbar von uns. Doch mein Gefühl, dass er noch bei uns weilte täuschte mich nicht. Er hatte die Gestalt einer herkömmlichen Küchenratte angenommen.

Kurz darauf zogen auch wir uns zurück. Es folgte das Vorspiel des Grauens. Grenaldes überließ mir sein Lager und wollte selbst auf dem Boden nächtigen. Durchs Fenster strahlte der volle, bleiche Mond, der wie eine kalte, silberne Scheibe am schwarzen Nachthimmel hing. So fremd wie das Auge eines bösartigen Gottes. Kaum hatte sich Grenaldes seines Wamses entledigt, begann ein dunkelbrauner Pelz auf seinem Rücken zu wachsen. Noch in der Verwandlung sprang er auf mich, und biß zu! Ein wilder Kampf entbrannte sich an. Plötzlich stand inmitten meiner Ausrüstung, zwischen Schild und Schwert, Podri im Raum. Den Göttern sei Dank!

Silberblick brachte seinen kleinen Knüppel zum Glühen und schlug auf den Lykanthropen ein, dass grüne Funken sprühten.

Ich konnte trotz der brennenden Bisswunden Herrin meiner Sinne bleiben und Grenaldes von mir stoßen. Meine verlässliche Klaue konnte dem gefährlichen Jäger den Garaus machen.
Umgehend mußte ich Euch, verehrter Sildar, von diesem Vorfall in Kenntnis setzen. Was können wir tun, um diesen gefährlichen Wesen Einhalt zu gebieten? Der Fluch verbreitet sich so rasch wie eine Seuche und bald mag die gesamte Schwertküste davon bedroht sein.

Hochachtungsvoll,
Eure ergebene Enna im Mondgeflüster


Die verlorene Mine ist unsere inoffizielle Übersetzung von Lost Mine of Phandelver.

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