Spielbericht: Die verlorene Mine #20

Das Tagebuch

Das Jahr der Kriegerprinzessin
5. Uktar, 1489 TZ
Wellenhallhöhle

netzwerkVerehrter Vipernmeister,

in der vergangenen Nacht fiel mir das Tagebuch eines gewissen Reiters des Eisernen Ordens in die Hände. Der Name des Zwergs ist Oskar Eisenhammer. Er ist ein Paladin des Tyr. Eisenhammer half dabei die Wellenhallhöhle von Monstern und dem Drowmagier, die Schwarze Spinne, zu befreien. Wir können ihn also zu den Gefährten unseres viel versprechenden Fangzahn V zählen. Wie dem auch sei, sein Reisebericht des vergangenen Zehntags gibt uns Aufschluss über die Truppenbewegungen der Roten Handund den Verbleib unseres Agenten:

Das Jahr der Kriegerprinzessin
26. Marpenot, 1489 TZ
Irgendwo am Dreieberpfad

Heute traf ich mit meinem alten Weggefährten Enos in Phandalin ein. Vor dem Schlafenden Riesen begegneten wir Friedensrichterin Enna und dem recht bleichen Javic.
Wie mir schien hatte er die letzten beiden Zehntage in seinem Keller verbracht, um seine “heiligen” Bücher zu lesen.
Wie man sich mit sowas befassen kann ist mir ein Rätsel. Ich bekomme schon Kopfschmerzen wenn ich mehr als eine Seite lesen muss!
Enna hat einen gewissen Achedis in ihre Dienste genommen. Der arme Junge, dachte wohl, dass er stellvertretender Friedensrichter wird. Jetzt wird er wohl nur der Laufbursche des Elfenweibs!
Wir haben bei Torben im Gasthaus gefrühstückt. Seine Stube war reichlich voll, mit den ganzen Arbeitern die an Haus Tresendar am schaffen sind. Die anderen meinten das ginge zu schnell. Ich bin der Meinung, dass Zwerge eben fleißige Handwerker sind. Wobei ich zugeben muss, dass es wirklich außerordentlich fleißige Zwerge sind, die da arbeiten. Auch wenn ihr Baumeister nur ein Halbzwerg ist!
Anschließend hat sich Enna ein Pferd besorgt, da ihr alter Gaul wohl in die Freiheit der Hügelländer entlaufen ist. Einhundert Goldstücke hat sie dafür bei der Eschenblatt hingelegt! Und das für einen Gaul der nur die Hälfte wert ist. Aber als Friedensrichterin scheint man auf sein Gold nicht so achten zu müssen.
Anschließend ging es nach Osten, zum Alten Eulenbrunnen.
Wir ritten den Dreieberpfad entlang. Weite Grasebenen erstreckten sich um uns und der Einzug des Herbstes war deutlich zu sehen. Zu unserer Rechten hatten wir die Schwertberge und das Hügelland zu ihren Füßen. Zu unserer Linken hatten wir die geheimnisvollen Wälder von Niewinter, deren Baumkronen noch immer ein sattes grün wie zum Mittsommer besaßen. Nur am Rand, wo die Bäume zu Sträuchern und die Sträucher zu Grashalmen werden, besaßen die Blätter noch die feurigen Farben der Hochsonne.
Der Tag verging ereignislos und wir machten uns auf die Suche nach einem Nachtlager. Kaum war ich eingeschlafen, weckte uns auch schon wieder Enna. Wir waren umzingelt worden. Ein Haufen Gelbhäute und eine Hügelriesin hatten uns eingekreist. Ich hatte die Augen gerade geöffnet, da meldete sich auch noch ein ausgewachsener Steinriese hinter uns zu Wort. Der Anführer der Goblins, ein Hobgoblin, stritt sich mit dem Steinriesen um das Land und wir waren ganz offenbar nicht gerade das Bier, dass auf dieser kleinen Feier noch gefehlt hatte.
Kaum war ich auf den Beinen, griffen Gelbhäute auch schon an. Doch ehe ich es mir versah, hatte Javic, der kleine Bücherwurm, alle mit einem Feuerball zu Maglubiyet geschickt. Lediglich die Hügelriesin stand noch da. Während der Steinriese dem Ganzen mit sichtlichem Vergnügen zusah, wollte seine Artgenossin nur ihren leeren Magen mit unseren Köpfen stillen. Ein mächtiger Hieb mit ihrer Baumstammkeule verwundete unsere Enna stark. Ich benötigte den vollen Beistand von Tyr, um ihre Wunden halbwegs wieder zu verschließen.
Enos und Javic fingen plötzlich an der Hügelriesin das Goblinfleisch schmackhaft zu machen. Das verstehe wer will, jedoch schien der Vorschlag auf offene Ohren zu stoßen, denn kurze Zeit später ließ sie von ihrer Keule ab und stillte ihren Hunger an ihren Gefallenen Kameraden.
Ich war froh endlich wieder schlafen zu können und dachte nicht weiter an die beiden Riesen.

Das Jahr der Kriegerprinzessin
27. Marpenot, 1489 TZ
Irgendwo am Dreieberpfad

Der Morgen war ziemlich kalt. Ich sah meinen Atem vor der Nase und unser Lagerfeuer glühte nur noch in seinen letzten Zügen. Wir packten unsere Sachen und machten uns weiter auf den Weg nach Osten. Glücklicherweise gab es heute keine weiteren Zwischenfälle.

Das Jahr der Kriegerprinzessin
28. Marpenot, 1489 TZ
Am Alten Eulenbrunnen

Am dritten Tag unserer Reise waren wir endlich am Alten Eulenbrunnen angekommen. Zumindest das was davon übriggeblieben ist, denn außer einem alten eingefallenem Wachturm war nicht mehr viel da. Merkwürdigerweise stand in der Mitte des Vorhofs der Ruine, welcher durch ein paar Steinhaufen begrenzt war, ein farbenprächtiges Zelt. Wir konnten uns zunächst keinen Reim darauf machen. Selbst nachdem Enos die Gegend ausgekundschaftet hatte, waren wir nicht viel weitergekommen.
Auch Javic konnte keine magischen Auren entdecken. Dann schien er jedoch etwas in der Turmruine zu spüren. Nachdem Enos daran gescheitert war, das verwitterte Turmgemäuer hochzuklettern, bat ich um Einlass. Kaum waren die Worte aus meinem Mund gekommen, schossen graue, tote Hände aus dem sandigen Boden und hielten mich und Enna fest. Nachdem die Elfin und ich jeweils einen Zombie getötet hatten (Anmerkung: Rangrim fragen, ob man etwas töten kann das schon tot ist!), schleudert Javic wieder einen Feuerball und erledigte den Rest. Irgendwie scheint das ganze lesen ja doch zu etwas nütze zu sein!
Nachdem wir im Zelt alles durchsucht hatten, gingen wir wieder zum Turm und siehe da, ein Roter Magier von Tay, wie mir Javic im Nachhinein mitteilte, stand da in den Schatten der Ruine und griff uns ebenfalls mit einem Feuerball an. Dieser Zauber scheint unter Magiern wohl sehr beliebt zu sein. Meine Erinnerungen vergingen in einem Flammenmeer. Ich wurde nicht mehr Zeuge, was mit dem Magier geschah. Ich erinnere mich erst wieder daran, dass Enna mir eine wärmende Flüssigkeit in meinen Rachen schüttete. Ich schloss meine schmerzenden Augen wieder und sprach ein Stoßgebet zu Tyr meinem Schutzherren. Und seine göttliche Macht heilte meinen verbrannten Körper. Aber als ich mich umsah, so war Javic ebenfalls übel zugerichtet worden. Glücklicherweise war Enos bereits an seiner Stelle und flößte auch ihm einen Heiltrank ein.
Von dem Roten Magier fehlte jede Spur. Der Feilging muss sich unsichtbar gemacht haben!
Als Entschädigung für diesen hinterhältigen Angriff haben wir dafür seine Sachen mitgenommen. Sozusagen als Schadensersatz. Denn der Gerechtigkeit muss Genüge getan werden! Immer!
Außerdem haben wir in dem Zelt Aufzeichnungen gefunden, die zeigen, dass der Schufft wohl irgendwelche Ausgrabungen angestellt hat. Die Frage war nur was er da gesucht hatte?

Das Jahr der Kriegerprinzessin
28. Marpenot, 1489 TZ
Irgendwo am Fuße der Schwertberge

Nachdem wir die Nacht am Alten Eulenbrunnen im Zelt des Roten Magiers verbracht hatten, suchten wir den Ort weiter nach Hinweisen ab. Aber leider wurden wir nicht wirklich fündig, lediglich der Rand des Alten Brunnens kam zum Vorschein. Immerhin schien es in der Tiefe auch noch tatsächlich Wasser zu geben. Man musste allerdings fleißig graben, was wir dann einstellten.
Zumindest mit dem guten Gewissen, die Untoten beseitigt zu haben, wollten wir uns auf den Rückweg nach Phandalin machen. Doch Javic erblickte von der “Turmspitze” eine stachelförmige Felsnadel, die uns daran erinnerte, dass wohl von dort aus die Orks Reisende auf dem Dreieberpfad überfielen.
Und weil schonmal da waren, machten wir uns auf den Weg dorthin.

Das Jahr der Kriegerprinzessin
29. Marenpoth, 1489 TZ
Am Stachel

Nachdem wir auf dem Weg durch Hügelland genächtigt hatten, standen wir an diesem Tag im Schatten des Stachels.
Es dauerte nicht lang, da entdeckten wir das Orklager in einer stinkenden Höhle. Enos zögerte nicht lange und schlich sich an die grünhäutige Wache an. Er tötete den Ork mit einem sauberen Schnitt durch die Kehle noch im Schlaf. Auch wenn ich finde, dass ein solcher Tod selbst einem Ork nicht gebührt, geschah es zum Wohle aller anderen. Anschließend ging Javic unter dem Schutz des Zaubers Stille in die Höhle. Dem Bücherwurm stand die Angst förmlich ins Gesicht geschrieben, aber nachdem er einen seiner Feuerbälle hineingeworfen hatte, jagte ihn nur noch ein verkohlter Oger wieder heruas. Der brüllende Dummkopf kam weder unserem Bücherwurm an den Kragen, noch konnte er der Gerechtigkeit entkommen, da wir draußen bereits mit gehobenen Waffen auf ihn gewartet hatten.
Anschließend köpften wir alle Orks und auch noch ein paar Goblins als Beweis, dass wir den Überfällen ein Ende bereitet hatten.

Das Jahr der Kriegerprinzessin
30. Marpenot, 1489 TZ
Irgendwo am Fuße der Schwertberge

Die Orkköpfe stinken ungeheuerlich! Aber da beide Menschen zu schwach sind und die Elfin sich zu fein war, lag es natürlich an mir die Köpfe zu tragen. Wenigstens hatte ich noch etwas Bier bei mir, da war das Ganze nur halb so schlimm.

Das Jahr der Kriegerprinzessin
1. Uktar Marpenot, 1489 TZ
Irgendwo am Fuße der Schwertberge

Heute haben wir in einer Höhle übernachtet. Dummerweise schien das aber die Behausung eines Eulenbären zu sein.
Als ich Wache hielt, sah ich ihn bereits von Weitem kommen. Trotz aller Geschichten die ich über Eulenbären gehört hatte, vernachlässigte ich meine Verteidigung und bekam nicht viel vom Kampf mit. Das gefiederte Biest schlug mich bewusstlos! Als ich wieder zu mir kam, sah ich unseren Magier über mir, der mir sagte, dass Enna den Eulenbären getötet hatte. Beruhigt fiel ich in einen traumlosen Schlaf.

Das Jahr der Kriegerprinzessin
2. Uktar Marpenot, 1489 TZ
Irgendwo am Fuße der Schwertberge

Mein Biervorrat neigte sich dem Ende zu. Ich hoffte, dass er noch bis nach Phandalin reichen würde, denn nüchtern war der Gestank der Orkschädel sicher nicht zu ertragen! Das Tänzchen mit dem Eulenbären saß mir auch noch in den Knochen und das reiten fühlte sich heute schwerer an als sonst.

Das Jahr der Kriegerprinzessin
3. Uktar Marenpoth, 1489 TZ
Irgendwo am Fuße der Schwertberge

Das war eine Jagd! Nichts ahnend traben wir über die Hügel, da sehen wir doch tatsächlich einen Goblin auf einem Worg vor uns. Als er uns bemerkt hatte, gab er seinem zotteligen Reittier die Sporen und versuchte zu entkommen. Glücklicherweise waren unsere Pferde um einiges schneller als der stinkende Worg, so fiel es uns nicht schwer ihn einzuholen. Nachdem Javic mit seinen magischen Geschossen den Goblin zu Maglubiyet geschickt hatte, brachte Enna den Worg zur Strecke.
Das spannenste war jedoch die Botschaft, die der Goblin bei sich trug.

Handout__1.jpg

Ja, Eisenhammer ist ein Einfaltspinsel, doch seine Aufzeichnungen sind eine Goldgrube für das Schwarze Netzwerk! Ich hoffe Ihr könnt mit den Informationen etwas anfangen, verehrter Vipernmeister.

Erfolg sei unser,
eine Viper in der Wellenhallhöhle


Die verlorene Mine ist unsere inoffizielle Übersetzung von Lost Mine of Phandelver.

Wer mehr über die Natur unserer Spielberichte erfahren möchte, kann das hier:
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Spielbericht: Die verlorene Mine #20

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