Projekt Avalon: Die Völker

Auf Avalon finden sich alle Spielervölker, wie sie im Player’s Handbook beschrieben sind. Allerdings handelt sich bei diesen nicht durchgängig um die vorherrschenden Unterarten. Steppenelfen sind beispielsweise mittlerweile weitaus häufiger anzutreffen als Waldelfen (Wood Elves), von welchen sie ursprünglich abstammen.

So verschieden die Völker Yserions auch sein mochten, sie alle haben doch eines gemeinsam. Unsere Ahnen waren Jahrhunderte von den Riesen versklavt und in die Knechtschaft gezwungen worden. Und die Freiheit hatte letztendlich von allen einen hohen, ja, einen sehr hohen Preis gefordert.

Heute ist Yserion nur mehr ein Mythos, ein weiteres untergegangenes Reich Avalons. Wenn auch ein ziemlich bedeutendes. Es war das erste gemeinsame Reich der Sklavenvölker Avalons im Zeitalter der Riesen. Ein Ort an dem Elfen, Zwerge, Gnome, Halblinge und wir Menschen in Frieden und Verständnis für einander zusammenlebten.

Die ältesten Reiche unserer verlässlichen Geschichtsschreibung, die bereits vor Yserions Blütezeit schon längst wieder zerfallen waren, gehörten jedoch den Elfen der Hauptinsel und den Zwergen des Nordens.

Auf der Hauptinsel folgten den elfischen Reichen die kleineren der Gnome und im Süden die der Halblinge.

Irgendwann fanden Dunkelelfen durch magische Portale ihren Weg nach Avalon, wähnten sich vor dem Einfluss der Spinnenkönigin in Sicherheit und lebten zunächst friedlich neben den anderen Elfenvölkern und den Halblingen auf der südlichen Halbinsel, im späteren Marisa. Doch die dunkelhäutigen Elfen Avalons konnten auch hier ihrem finsteren Schicksal nicht entrinnen, das sie mit ihren Artgenossen anderer Welten teilen. So werden sie mittlerweile auch auf Avalon Drow genannt.

Die Orks waren den Elfenvölkern in den Nebel Avalons gefolgt und bekämpften die ehemaligen Feenwesen wann immer sie nur konnten. Nirgendwo war und ist die Macht der grünhäutigen Bestien jedoch größer als im Norden.

Wir Menschen durchdrangen den Nebel lange Zeit nachdem die größten Königreiche dieser Völker bereits wieder untergegangen waren, und erreichten Avalon auf Schiffen, geflügelten Reittieren und Brücken aus Eis oder dem Wind selbst.

Die ersten Menschen im Nebel waren wie verzaubert von der Anmut, der Kunstfertigkeit und der Macht der Elfenvölker Avalons. Menschen und Elfen zeigten sich empfänglich für die Liebe des anderen Volkes und so dauerte es nicht lang, dass die ersten Halbelfen geboren wurden.

Ähnlich verhielt es sich leider etwas später mit den Tieflingen auf der südlichen Halbinsel, denn wie wir wissen, kann sich die Menschheit auch mit Scheusalen fortpflanzen.

Kurz nachdem die Nordmänner begonnen hatten das spätere Isgard zu besiedeln, stellte sich heraus, dass Menschen auch Halborks gebären können.

Das berüchtigte Imperium Drakanum brachte mit seinen erbarmungslosen Eroberungskriegen die Drakorianer in den Nebel Avalons. Erst die Drachenkönige verhalfen dem edlen Volk jedoch zu besserem Ansehen. Ein eigenes Reich sollten sie dennoch nie erhalten und an ihre drakonischen Namensgeber, sowie die Menschheit, gebunden bleiben.

Mit dem Untergang Yserions hatte der Glaube an die Mächte des Lichts in Avalon einen Sprung erhalten. Doch die Kirche der Solani blieb stark und hatte das Unheilige Land, das gefallene Marisa, nie aufgegeben. Ihre Kreuzzüge gegen das Böse und die Verkommenheit der südlichen Halbinsel erreichten ihren Höhepunkt in der Beschwörung der Weißen Festung. Und mit der Ankunft der Engel zeigte sich, dass die Menschheit auch empfänglich für himmlische Liebe ist. Denn seitdem wird der Anblick von Aasimar auf der Hauptinsel und in der Blauen Wüste zur Gewohnheit.

Die Hochebenen der südlichen Halbinsel werden seit Jahrtausenden von den geheimnisvollen Lytorianern bewacht. Es ist jedoch nicht viel über die stolzen Werlöwen bekannt und noch weniger niedergeschrieben. So kann ich leider nicht viel über die wehrhaften Stämme berichten.

Avalon ist ebenso die Heimat von zahlreichen weiteren Völkern, deren Rolle im Nebel weniger bedeutend ist, als die der Völker Yserions und ihrer Sprösslinge.

So trifft man im Hochland der östlichen Halbinsel noch immer auf die legendären Fiirbolg und in den Bergen darüber auf die verschlossenen Goliath. Man kann einem Dschinnblut aus der Verschleierten Welt auf den Märkten des Südens begegnen oder einem Tabaxi in den Schatten der westlichen Regenwälder. Selbst innerhalb der Grenzen Eralions haust seit Menschengedenken das kaltblütige Echsenvolk und in Morr Thuris gibt es mehr als nur ein Kenkunest. Immer wieder erreichen auch Kriegsgeschmiedete aus der Neuen Welt die Küste Avalons. Und selbst das ist nur ein kleiner Auszug.

– Tilmaer Lumin

Die Völker Yserions verehren seit jeher unterschiedliche Pantheons. Elfen, Zwerge, Gnome und Halblinge teilen sich die Götter mit ihren Artgenossen anderer Welten, während die Menschen im Nebel überwiegend dem avalonischen Pantheon huldigen. Der Untergang Yserions hat sie jedoch alle in ihrem Glauben schwer erschüttert. So haben sich alle Völker, bis auf die Menschen, von den Oberhäuptern ihrer Pantheons abgewandt und eigensinnigere Götter zu ihren Schutzherren erkoren. Die Menschen scheinen sich mehr und mehr für Licht oder Dunkelheit, ein Extrem, eine Göttin, Solani oder Shaeznar zu entscheiden.

AASIMAR
Die meisten Aasimar Avalons leben noch immer in der Weißen Festung, wo das himmlische Heer einst Einzug in den Nebel hielt und Eralion vor der dämonischen Invasion aus dem Süden bewahrte. Nach den Kreuzzügen der Kirche Solanis verteilten sich die Erben der Engel von dort langsam in die angrenzenden Länder. Doch nicht alle widmen sich der heiligen Mission ihrer Ahnen, manche haben sogar den Verführungen der Finsternis nachgegeben und sind der Dunkelheit anheim gefallen.

Aasimar die Azrael, dem Engel des Todes, nacheifern und den Dritten Kreuzzug gegen den Dämonenfürsten Arzul fortführen, werden Geißel des Lichts genannt. Sie sind regeltechnisch identisch mit den Scourge Aasimar aus Volo’s Guide to Monsters.

Aasimar deren Blutlinie auf die Verteidiger der Weißen Festung während des Vierten Kreuzzuges zurückzuführen ist, werden Wächter des Lichts genannt und sind regeltechnisch identisch mit den Protector Aasimar aus VGtM.

Aasimar die Shaeznars Einflüsterungen nachgegeben haben werden Kinder der Schatten genannt und sind regeltechnisch identisch mit den Fallen Aasimar aus VGtM.

DRAKORIANER
Die gefürchteten chromatischen Drakorianer betraten Avalon zuerst als Leibwachen von Befehlshabern des Imperium Drakanum. Zu Zeiten der Drachenkönige verschaffte sich das geschuppte Volk mit metallischem Blut als heldenhafte Palastgarde der fünf Reiche Lampur, Marisa, Fiirlann, Isgard und Eralion ein sehr viel besseres Ansehen.

Heute ist nur noch die Goldene Garde von Schloß Sturmkrone in Morr Thuris im Dienst, die übrigen Verbände sind mit ihren Königreichen zerfallen. Allein die ehrenhaftesten Klans erhalten ihre Traditionen noch immer aufrecht und so verdingen sich zahlreiche herrenlose Drakorianer im gesamten Inselreich als Söldner.

Drakorianer sind regeltechnisch identisch mit den Dragonborn aus dem PHB. Gleich ihrer Schuppen tendieren böse Drakorianer nach wie vor dazu Tiamat zu verehren und gute Drakorianer Bahamut.

ELFEN
Wahre Hochelfen und Waldelfen sind ein sehr, sehr seltener Anblick geworden. Ihre Nachfahren werden Ruinenelfen und Steppenelfen genannt, denn die beeindruckenden Bauwerke der Hochelfen wurden weitestgehend zerstört und die Waldelfen in die Steppen des Ostens vertrieben.

Ruinenelfen trifft man überwiegend im ehemaligen Lampur, auf der westlichen Halbinsel an und Steppenelfen nahezu ausschließlich in der Ebene des südlichen Fiirlanns.

Kaum ein Volk hat das Antlitz Avalons stärker verändert als die Drow. Sie spalteten die Elfenvölker Faeries, rissen Tore zum Abyss in den Nebel und ihr Hexerkönig verwüstete das Land auf dem sie lebten.

Ruinenelfen sind regeltechnisch identisch mit den High Elves aus dem PHB. Wie die Elfen anderer Welten verehren sie die Seldarine, da sie die Drow für den Niedergang ihres Volkes verantwortlich machen, sehen viele nun den rachsüchtigen Shevarash als ihren Schutzgott an. Ruinenelfen tendieren aus diesem Grund zur Gesinnung Chaotic Neutral.

Steppenelfen sind regeltechnisch nahezu identisch mit den Wood Elves aus dem PHB, mit folgender Abweichung:

Elf Weapon Training. You have proficiency with the spear, handaxe, shortbow, and longbow.

Wie die Elfen anderer Welten verehren sie die Seldarine, viele sehen mittlerweile Fenmarel Mestarine als ihren Schutzgott an. Steppenelfen tendieren aus diesem Grund zur Gesinnung Chaotic Neutral.

Neben diesen beiden Hauptzweigen leben im Nebel Avalons noch zahlreiche andere Elfenvölker, so wie die Korallenelfen, die Eiselfen oder die gefürchteten Shadar-Kai.

Drow sind regeltechnisch identisch mit denen aus dem PHB. Wie die Drow anderer Welten verehren sie die Dunklen Seldarine, ihre Ergebenheit gegenüber Lolth ist jedoch ungewöhnlich schwach, da die ursprünglichen Flüchtlinge überwiegend männliche Arkanisten waren. Viele sehen daher heute ein anderes Mitglied des finsteren Pantheons als ihre Schutzgottheit an. Avalonische Drow tendieren deshalb ebenfalls zur Gesinnung Chaotic Evil.

GNOME
Die Gnome Avalons entstammen den sanften Hügelländern der Hauptinsel. Im Zeitalter der Riesen gelang, noch vor der Gründung Yserions, einer großen Gruppe von gnomischen Sklaven die Flucht. Sie entkamen in die Regenwälder der westlichen Halbinsel und wurden die Urahnen der heutigen Dschungelgnome, während ihre Brüder und Schwestern in den Werkstätten der Wolkenriesen weiter schufteten. So finden sich jene Werkstattgnome überwiegend auf der Hauptinsel Avalons, dem einstigen Machtzentrum der Riesen, im heutigen Eralion.

Dschungelgnome sind regeltechnisch identisch mit den Forest Gnomes aus dem PHB. Wie die Gnome anderer Welten verehren sie die Herren der Goldenen Hügel, jedoch halten sie seit ihrer Flucht aus den Werkstätten der Wolkenriesen Baervan Wildwanderer für tot und beten daher heute nur noch seinen Tiergefährten, den Riesenwaschbär Chiktikka Flinkpfote, als ihren Schutzgott an. Dschungelgnome tendieren aus diesem Grund zur Gesinnung Neutral.

Werkstattgnome sind regeltechnisch identisch mit den Rock Gnomes aus dem PHB. Wie die Gnome anderer Welten verehren sie die Herren der Goldenen Hügel, aufgrund ihrer Tätigkeit für die Riesen haben die meisten Rill Schlaudrossel als ihren Schutzgott auserkoren. Werkstattgnome tendieren aus diesem Grund zur Gesinnung Lawful Neutral.

Neben diesen beiden bekannteren Gnomenvölkern, soll es noch weitere geben, so wie die geheimnisvollen Svirfneblin in den Tiefen des Unterreichs.

HALBELFEN
Mit den Menschen kamen die Halbelfen, denn die Männer und Frauen aus der Alten Welt waren tief beeindruckt vom Feenvolk im Nebel. Doch nicht jedes Halbblut elfischer Abstammung entsprang Bewunderung oder gar wahrer Liebe. Hass und Verachtung waren leider ebenfalls ein häufiger Grund für halbelfische Kinder.

Heute sind Halbelfen überwiegend im ehemaligen Lampur und Fiirlann anzutreffen, wo die Erben der uralten Elfenreiche noch immer in der Nähe von Menschen leben. Eine Ausnahme bildet Rosenwinter auf der Hauptinsel. Das Dorf und das umliegende Fürstentum in Eralion, am Waldrand des mächtigen Shalunha, wird seit dem Zeitalter der Elfen von einer halbelfischen Familie regiert und heisst jeden willkommen der Teil Elf und Teil Mensch ist.

Avalonische Halbelfen sind regeltechnisch identisch mit den Half-Elves aus dem PHB.

HALBLINGE
Die einst fruchtbaren Ebenen des Südens bilden die verlorene Heimat der Halblinge Avalons. Das gefallene Marisa könnte dieser Wiege jedoch nicht fremder sein: unerträgliche Hitze, unwirtlicher Sand so weit das Auge reicht und tödliche Monster, wo einst grüne Wiesen, ertragreiche Felder und Obsthaine waren. Die Leichtfußhalblinge flohen auf die Hauptinsel und von dort nach Lampur, Fiirlann und Isgard, während die Starkherzhalblinge blieben und bis heute unter dem Pfauenkönig weiter für ihre Heimat kämpfen.

Leichtfußhalblinge sind regeltechnisch identisch mit den Lightfoot Halflings aus dem PHB. Wie die Halblinge anderer Welten verehren sie Yondallas Kinder und die meisten sehen heute Brandobaris als ihren Schutzgott an. Leichtfußhalblinge tendieren aus diesem Grund zur Gesinnung Neutral.

Starkherzhalblinge sind regeltechnisch identisch mit den Strongheart Halflings aus dem PHB. Wie die Halblinge anderer Welten verehren sie Yondallas Kinder, ihr Glaube an die Nährende Mutter selbst ist jedoch durch die schreckliche Wandlung der südlichen Halbinsel schwer erschüttert worden und viele sehen daher heute Arvoreen als ihren Schutzgott an. Starkherzhalblinge tendieren aus diesem Grund zur Gesinnung Lawful Good.

HALBORKS
Mit den Orks kamen die Halborks, denn die blutrünstigen Räuber aus einer anderen Welt nahmen sich mehr als Nahrung, Waffen und Gold bei ihren Überfällen auf die Siedlungen des Nordens. Die wenigsten sind jedoch auch nur einem Volk ihrer Eltern willkommen.

Nur an der Nordgrenze Eralions, zwischen dem Ansatz der nördlichen und der östlichen Halbinsel, finden sich deshalb Halborks in größerer Zahl. Hier werden sie von der Bruderschaft der Wölfe aufgenommen. Der uralte Orden ist dem Drachenkönig zu Treue verpflichtet und wacht über das gefährliche Grenzland.

LYTORIANER
Der Süden steht bereits seit Jahrtausenden unter dem Einfluss der niederen Ebenen, die das Land verwüstet und seine Bewohner stark verändert haben. Die Priesterschaft Nymias kämpft seit Anbeginn der lebensbedrohlichen Wandlungen dafür die natürliche Ordnung wiederherzustellen und hat zu diesem Zweck die Gemeinschaft der Hüter begründet. Unter der Schreckensherrschaft des Hexerkönigs wurden die Hüter jedoch streng verfolgt und mussten weitestgehend aus dem Verborgenen handeln. Nymia segnete die verzweifelten Menschenstämme der nördlichen Hochebenen mit Lykantropie und verwandelte ihre treuen Anhänger in Werlöwen, die mittlerweile von den Avaloniern als Lytorianer bezeichnet werden.

Lytorianer sind regeltechnisch identisch mit den Werelions aus dem Midgard Heroes Handbook von Kobold Press. Bis heute verehren sie ihre Schöpferin Nymia und tendieren aus diesem Grund zur Gesinnung Neutral.

MENSCHEN
Noch ist die Menschheit das zahlenmäßig stärkste Volk auf Avalon.

Heute, Jahrtausende nach dem Untergang Yserions, bleibt den Menschen jedoch nur noch das glorreiche Eralion, das Letzte Königreich dieses Zeitalters. Die anderen vier Reiche der Drachenkönige – Isgard, Fiirlann, Marisa und Lampur – sind bereits in zahlreiche Fürstentümer, Grafschaften und Stadtstaaten zerfallen.

Die Menschheit auf Avalon ist allerdings sehr viel älter als die Reiche der Drachenkönige und deren Bruchstücke. Ihre Entdecker, Siedler und Eroberer aus der Alten Welt wurden von den Kulturen, die sie auf Avalon vorfanden, und den Kontinenten die den jeweiligen Inselteilen am nächsten sind, über die Jahrtausende stark beeinflusst.

Mitglieder der uralten avalonischen Stämme sind heute in großer Zahl nur noch in Fiirlann anzutreffen. Ihre Urahnen erreichten die Hauptinsel vermutlich während einer Eiszeit auf dem Rücken von Pferden. Etwas mit Bestimmtheit zu sagen ist jedoch nicht möglich, da ihre Überlieferungen nur mündlich weitergegeben wurden. Noch heute sind sie allerdings unübertroffene Reiter, dennoch wurden nur sehr wenige von ihnen im Zeitalter der Drachenkönige zu Rittern geschlagen. Über die Jahrtausende wurden sie auf die östliche Halbinsel, den Lebensraum der Zentauren, zurückgedrängt. So wurde ihre einfache, nomadische Lebensweise durch den Austausch mit jenen Pferdemenschen, den Feenwesen des Sommers und den Steppenelfen entscheidend geprägt. Was mitunter auch zum Grund wurde, warum die Truppen des Imperium Drakanum sie nur als Barbaren bezeichneten.

Der Süden war lange Zeit Kolonie eines riesigen Reichs der Alten Welt, das einem mächtigen Geschlecht gottgleicher Pharaohnen unterstand. Erreicht hatten die Südländer Avalon vermutlich mit der Hilfe von Elementarmagie. Aufgrund seiner geographischen Lage pflegte diese Kolonie jedoch nur wenige Beziehungen zum Rest von Avalon. Botschafter der Verschleierten Welt und anderer Existenzebenen waren allerdings gern gesehene Gäste auf der südlichen Halbinsel zu jener Zeit. Die Pharaohnen waren einzig und allein an den arkanen Geheimnissen und Hinterlassenschaften der Steinriesen und Drow interessiert, welche wahrscheinlich nicht nur die avalonische Kolonie, sondern auch ihr eigenes, antikes Reich in der Alten Welt zu Fall brachte.

Die kriegerischen Seefahrer des Nordens erreichten Avalon Jahrtausende nach jenen Stämmen auf ihren berüchtigten Drachenschiffen. Sie lernten durch die Silberzwerge gute Schmiedearbeit zu schätzen und mit dem Einfall der räuberischen Orks fette Beute. Seit jeher finden sich daher nur äußerst wenige Landwirte unter ihnen. Die Nordmänner sind jedoch vor allem anderen erfolgreiche Entdecker. Sie erkundeten die Erfrorene Welt und waren die ersten Menschen in der Neuen Welt, während ihre Frauen in der harschen Wildnis Isgards auf die Jagd gingen, um das Überleben ihrer Sippe zu sichern.

Nach dem Vorbild des Südens, wollten Mächte der Alten Welt auch die westliche Halbinsel im Nebel kolonialisieren. Im Westen blieb es allerdings bei dem Versuch. Verschiedene Monarchen versuchten sich zu den Herren der Regenwälder aufzuschwingen, doch was sie auch taten, der Dschungel holte sich das besiedelte Land irgendwann immer wieder zurück. Nur den Menschen die dem Beispiel der Dschungelgnome folgen und in Einklang mit dem Wald leben ist ein beständigeres Leben gewährt. Die Ausnahme bilden wenige Stadtstaaten an der Küste des ehemaligen Lampurs, wohin zahlreiche Hochelfen nach dem Untergang ihrer eigenen Reiche auf der Hauptinsel flohen.

TIEFLINGE
Die Dämonenkulte des Hexerkönigs hatten im Süden zahlreiche Tore in den Abyss geöffnet und Jahrtausende später verband der Blaue Teufel das verwüstete Land Marisa zudem mit den Neun Höllen. Das Blut der Elfen, Halblinge und Riesen hatte sich gegenüber den Einflüssen der niederen Ebenen unempfänglich gezeigt, doch die Menschen sogen die externale Verderbnis förmlich auf und kurz nach ihrer Ankunft im Süden wurden die ersten Tieflinge Avalons geboren.

Avalonische Tieflinge sind regeltechnisch identisch mit den Tieflings aus dem PHB. Jedoch ist die Herkunft der finsteren Avalonier nicht nur auf die Einflüsse der Neun Höllen, sondern vorallem auf die des Abyss, aber auch Gehenna zurückzuführen.

ZWERGE
Mittlerweile wurden die meisten Zwergenfestungen von Orks, Goblins oder Schlimmerem überrant. Goldzwerge beherrschten einst das Hochland der östlichen Halbinsel, während Isgards Berge von den Zitadellen der Silberzwerge gekrönt wurden. Heute haben die Zwerge des Nordens ihre Tore vor der Welt verschlossen und eine schwarze Rußschicht bedeckt die meisten Goldzwerge, die ihren verlorenen Reichtümern als Kesselflicker und Söldner nachjagen.

Goldzwerge sind regeltechnisch identisch mit den Mountain Dwarves aus dem PHB. Wie die Zwerge anderer Welten verehren sie die Morndinsamman, die meisten sehen mittlerweile Vergadain als ihre Schutzgottheit an. Goldzwerge tendieren aus diesem Grund zur Gesinnung Neutral.

Silberzwerge sind regeltechnisch identisch mit den Hill Dwarves aus dem PHB. Wie die Zwerge anderer Welten verehren sie die Morndinsamman, viele sehen mittlerweile Dumathoin als ihre Schutzgottheit an. Silberzwerge tendieren aus diesem Grund zur Gesinnung Neutral.

Neben diesen beiden Zwergenvölkern gibt es noch eine Hand voll weitere auf Avalon, so wie die gehassten Adamantzwerge, die edlen Mithrilzwerge und die verlorenen Derro.


Mehr über Projekt Avalon:

Die Kontinente
Das Inselreich
Die Götter
Die Völker (dieser Beitrag)
Das Königreich
Die Metropole (demnächst)

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Projekt Avalon: Die Völker

6 Gedanken zu “Projekt Avalon: Die Völker

  1. Auch an dieser Stelle noch mal vielen Dank an die Tanelornies Anro und Shadom, für die konstruktive Kritik und Ratschläge!

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