Projekt Avalon: Das Inselreich

Avalon ist ein Treffpunkt, eine Kreuzung verschiedenster Wege, sowie ein Zufluchtsort, auf seinem eigenen Planeten, wie auch im gesamten Multiversum. Der Gelehrte Tilmaer Lumin erzählt noch etwas mehr über das Inselreich im Nebel:

Manche beschreiben die Form des Inselreichs als die eines kruden Sterns, andere als die eines majestätischen Drachens.

Von Avalons Hauptinsel ragen jedenfalls vier Halbinseln in den Weißen Ozean hinaus, und wenn wir bei letzterem Bild bleiben wollen, besitzt die nördliche Halbinsel die langezogene Form eines Drachenzahns der auf die Erfrorene Welt gerichtet ist. Das Königreich des Nordens wurde lange Zeit Isgard genannt, doch das scheint heute kaum noch von Bedeutung zu sein. Hier kämpft jeder für sich. Orks beherrschen die Fjorde der Westküste und nur noch wenige Menschen leben im Schatten der Berge und steilen Eisklippen an der Ostküste, deren Verlängerung bis nach Morr Thuris reicht. Dazwischen haben sich die Silberzwerge nahezu vollständig in die letzten Zitadellen ihrer Ahnen zurückgezogen.

Die östliche Halbinsel besitzt die weitläufige Form einer windgeblähten Drachenschwinge, die sich nach der Neuen Welt streckt. Ihrer Länge nach verläuft eine Gebirgskette, die über Hügelländer zum Meer hin abfällt, in welchen die Goldzwerge einst zu ihrem sagenumwobenem Reichtum gelangt waren. Im Süden läuft dieser mächtige Gürtel zu weiten Steppen aus, die von angriffslustigen Elfenstämmen und Feengeistern des Sommers beansprucht werden. Im Norden der Halbinsel liegt eine harsche Tundra zwischen Zwergenfestungen und dem eiskalten Meer. Die windgeplagte Ebene wird von Untoten und Feengeistern des Winters heimgesucht. Selbst die Drachenkönige wagten nicht dieses ursprüngliche Land neu zu benennen und verwendeten weiterhin den Namen der Zentaurenherden für den wilden Osten: Fiirlann.

Die südliche Halbinsel besitzt die schlichte Form einer breiten Drachenschuppe deren untere Spitze auf die Verschleierte Welt zeigt. Das sandige Herz der Halbinsel bildet die Sharunh, eine riesige Wüste, die alle neun Stadtstaaten umfasst, in die das ehemalige Königreich Marisa zerfallen war. Heute herrschen in jenen Städten – oder das was noch von ihnen übrig ist – acht Erzmagier von ihren Elfenbeintürmen aus und Solanis Hohepriesterin in der Stadt der Götter. Jenseits dieser uralten Machtzentren liegt der berüchtigte Schwarze Markt von Schattenhafen, im Unterreich, tief unter der nördlichen Steilküste Marisas. Über die Hochebenen des nördlichen Hügellandes wachen die stolzen Lytorianer im Verborgenen, während die tapferen Starkherzhalblinge in der Sharunh noch immer die Hinterlassenschaften des Hexerkönigs bekämpfen.

Die westliche Halbinsel schlängelt sich wie ein Drachenschwanz im Flug nach Süden auf das kleine Archipel der Regeninseln und die Alte Welt zu. Dichter Dschungel bedeckt das ehemalige Königreich Lampur, der allein vom Yakuman, dem mächtigsten Flusslauf Avalons, ungehindert durchzogen wird. Waldgnome und Schlangenmenschen kämpfen um die Vorherrschaft in dieser erbarmungslosen Wildnis, die ohnehin unbestritten den Donnerechsen gehört.
Das zivilisierte Land wird von uralten Adelsfamilien beherrscht und die beschifften Gewässer von Piraten. Sowohl das Meer, wie auch der Fluss.

Die Küsten von Avalons Hauptinsel definieren zugleich die Grenzen von Eralion, dem letzten Reich der Drachenkönige. Vor wenigen Jahrtausenden war die Landmasse der Insel gut ein Drittel größer. Ein gefallener Stern versenkte den östlichen Teil jedoch zusammen mit dem mythischen Reich Yserion im Weißen Ozean. Heute befindet sich die vollkommene Rundung der Mondbucht dort wo der Stern in Avalon eingeschlagen sein soll. Aureus III. ist der letzte Drachenkönig des Inselreichs im Nebel, der Eralion von der Metropole Morr Thuris, der Ewigen Stadt, aus regiert. Das Wetter und die Landschaft von Eralion sind weitestgehend gemäßigt. Es ist nicht so kalt wie Isgard oder windig wie Fiirlann und nicht so heiss wie Marisa oder so dampfig wie Lampur. Den Norden bedecken lichte Mischwälder, wie der große Shalunha, den Osten grüne Hügel und das Herzland fruchtbare Felder. Nur im Süden macht sich nun schon seit Jahrhunderten unsägliches Sumpfland breit. Morr Thuris, die Hauptstadt im Westen, beherbergt zahlreiche Völker und sogar noch eine beträchtliche Anzahl von Drakorianern, die den königlichen Palast in Sturmkrone bewachen, sowie eine dauerhafte Siedlung des Fahrenden Volkes, den Leichtfußhalblingen.

– Tilmaer Lumin


Mehr über Projekt Avalon:

Die Kontinente
Das Inselreich (dieser Beitrag)
Die Völker (demnächst)

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Projekt Avalon


Derzeit habe ich quasi alle meine DM-Ämter niedergelegt. Nur meine PBP-Runde befindet sich noch im weiiit vorgezogenen Endkampf mit Demogorgon höchstpersönlich (auf der 3. Stufe!); aber am Küchentisch von Oscabuu sitze ich „nur“ als Spieler und meine VTT-Runde ist auch eingeschlafen.

Also nehme ich mir etwas Zeit um meine Gedankenspiele zu einer eigenen Welt für D&D aus meinem Kopf zu schreiben, denn manche wandern da schon seit 1999 rum! Teile davon werden sicher irgendwann auch hier, im Tintenteufel zu lesen sein.

Vielleicht ist es ein weiteres Projekt das zum Scheitern verurteilt ist, wie mein Unterberg-Projekt oder mein Eberron-Projekt, das ich bisher noch nicht einmal erwähnt habe! Ja, vielleicht.

Vielleicht aber auch nicht!

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