Gerüchte am Waldesrand

Nach dem Niedergang der Werfledermäuse der Daimonenhand sind die Werwölfe des Schauderholzes die größte Gefahr der Dorfbewohner und somit das Gesprächsthema in Morcei. Aber auch auf Ascanor, in Chastel oder gar Courtaud spricht man über die blutrünstigen Gestaltwandler.

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Gerüchte am Waldesrand

Amaryllis Hollenampfer

Das geliebte Lächeln der Daimonenhand wurde zu Pharasma gerufen. Amaryllis Hollenampfer wurde am 24. Lamashan, 4711 AK im Schauderholz von Reitern in schwarzen Roben ermordet. Ihre treuen Gefährten berichten, der Anführer dieser geheimnisvollen Gestalten, ein ausgezehrter Mann in blankem Knochenharnisch, trug einen schaurigen Zauberstecken von dessen Spitze ein geknebelter Totenschädel ins Leere starrte. Mit eben jenem Stecken soll er seine todbringende Magie auf die Heldin geschleudert haben.

Amaryllis hingegen zauberte mit ihrer farbenfrohen Magie selbst in finsterster Stunde ein Lächeln auf unsere Gesichter. Die Kinder liebten sie, die Frauen bewunderten sie und die Männer von Morcei verehrten die kleine Dame. Böse Zungen hatten sie der Hexerei bezichtigt, doch ihr Stammbaum wies einwandfrei Drachenblut in den Adern der Halbling nach und erklärte so ihre geheimnisvollen magischen Kräfte. Manche behaupten die Dunklen Reiter hätten der Daimonenhand den kleinen Finger abgeschlagen. Weise Leute wissen es war der Daumen, der sein Leben im Schauderholz ließ.

Auf einer Ehrentafel im Tempel soll das Andenken der Zauberkundigen aus Andoran bewahrt bleiben. Möge sie die wohlverdiente Ruhe auf dem Beinacker finden!

Bildnachweis: http://paizo.com/paizo/blog
Illustrator: Unbekannt

Amaryllis Hollenampfer