Вий (Wij)

Ja, Literaturempfehlungen kommen an dieser Stelle deutlich zu kurz. Das liegt aber weniger an meiner nicht vorhandenen Abneigung gegenüber dem geschriebenen Wort, sondern an der Tatsache, dass Filme die Dinge in sehr viel weniger Zeit vermitteln als es die Lektüre von ganzen Büchern vermag. Zudem ist die Inspiration im Kollektiv vor der großen – oder kleinen – Leinwand eine Möglichkeit nicht zustandekommende Spielabende umzugestalten, die mit Büchern irgendwie seltsam wäre.

Die meisten Filme über die der Tintenteufel berichtet sind allseits bekannt und keine ausgemachten Geheimtipps. Meinen Spielern empfehle ich dennoch sich vor dem Zusammenkommen zumindest die Trailer anzusehen; sich die Atmosphäre, die Charaktere und die im dazugehörigen Artikel beschriebenen Themen oder Aspekte des jeweiligen Titels wieder vor Augen zu rufen.

Der Wij von Nikolai Wassiljewitsch Gogol aus dem Jahre 1835 ist jedoch ein solcher Geheimtipp. Ich bin jedenfalls eher darüber gestolpert, als dass sich die Erzählung beim Thema Hexen für mich in erster Reihe präsentiert hätte. An den Schlagworten dieses Beitrags lassen sich die Eckpfeiler des Inhalts ablesen, allerdings möchte ich hier nicht zu viel verraten. Für Spieler und Spielleiter des Abenteuerpfades Die Kadaverkrone ist die Erzählung von vorne bis hinten einfach eine wunderbare Inspirationsquelle.

Вий (Wij)

Die Geister gebrochener Klingen

The Ghosts of Broken Blades von Monte Cook wurde ursprünglich auf dem Paizo Blog in der Rubrik Web Fiction veröffentlicht. Mittlerweile ist die Erzählung auch als ePub erhältlich.

Roubris kann mit Schwertern reden. Besser gesagt mit den Geistern ihrer toten Besitzer. Er arbeitet mit dem örtlichen Tempel der Iomedae zusammen, diesen ruhelosen Seelen den wohlverdienten Frieden zu spenden – gegen ein gewisses Endgeld. Ein einträgliches Geschäft, bis Roubris von einem seiner „Kunden“ gemeinsam mit der Priesterin Karatha vom sicheren Finismur in die Weltenwunde geschickt wird.

Spätestens seit Diablo ist bekannt, dass Scheusale und Untote Hand in Hand gehen. Genauso bedeutend sind beide Lager im Kampf um die Welt Azeroths. The Ghosts of Broken Blades setzt erneut auf das finstere, unheilige Gespann!

Die Erzählung teilt sich demnach mit dem Abenteuerpfad Die Kadaverkrone einige Themen, wie untote Geister und die Folgen Tar-Baphons Schreckensherrschaft, beleuchtet aber auch Ustalavs Nachbarländer Finismur und die schwelende Weltenwunde.

Für Spieler und Spielleiter die über den Tellerrand der Kampagne hinausschauen wollen ist The Ghosts of Broken Blades also eine durchaus empfehlenswerte Lektüre.

Bildnachweis: http://paizo.com/paizo/blog
Illustrator: Carlos Villa

Die Geister gebrochener Klingen