Die Schlacht um Lepidstadt, Teil 2

Im Schatten der Drachenreiter pirschen Ghule durch die Hügel und Sümpfe von Vieland. Die Untoten wispern von der Rückkehr des Sensenmanns, von Barin Teufelsbanns „Wiedergeburt zu Urgathoas Gnaden“. Der berüchtigte Feldherr hatte bereits Orks und Untote in die Schlacht um Tamrivena geführt, nur um selbst von den Silbernen Raben erschlagen zu werden. Zuvor konnte das Orkblut jedoch Karths Panzer, die magische Rüstung eines uralten kellidischen Kriegshelden und Stammesführers, an sich bringen. Die fahle Prinzessin band den ruhelosen Geist des Schlächters an eben jene Rüstung und sandte ihn als Grabesritter zurück in die Welt der Sterblichen um Krankheit, Leid und Elend zu verbreiten. Mit seiner neuen Macht konnte der Sensenmann den Stamm der Schädelfresser und den Stamm der Schwingenreißer für seine finsteren Pläne gewinnen. Urgathoas Gaben vermochten es sogar Xarathyl, einen roten Drachen von Raschka-Tor, zu überzeugen ihm in die Schlacht um Lepidstadt zu folgen.

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Die Schlacht um Lepidstadt, Teil 2

Die Schlacht um Lepidstadt, Teil 1

In Kanterwall, auf den Feldern vor Tamrivena, haben die Orks scheinbar wieder Blut geleckt! Nun berichten die Wachtposten auf den Feuerschaugipfeln von grünhäutigen Drachenreitern und brandstiftenden Goblins, während die Untotenjäger Pharasmas Inquisition nächtlich mehr grässliche Hinweise auf ganze Ghulrudel in den Hügeln und Sümpfen von Vieland sammeln. In Lepidstadt haben sich darum die Streitkräfte der Pfalzen eingefunden, allen voran die tapferen Ritter von Kanterwall, die Fledermausreiter von Lozeri und natürlich die Grenadiere der Alchemistengilde; aber auch das einfache Volk, schlichtweg jeder Waffenfähige, ganz gleich ob Mann oder Frau, der seine nebelverhangene Heimat liebt!

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Die Schlacht um Lepidstadt, Teil 1

Feuer!

19. Neth, 4711 AK
Lepidstadt, Pfalzgrafschaft Vieland

Der Himmel über Lepidstadt stand in Flammen. Schwarze Rauchschwaden erhoben sich von den Turmspitzen und Dächern der Universitätsstadt über die tristen Weiten des Dippelweihersumpfes. Die Straßen und Plätze waren wie leer gefegt. Nur auf den Wehrgängen versuchten noch eine Hand voll Männer in Ustalavs grauen Waffenröcken mit den 13 blutroten Sternen der Grafschaften Lepidstadt zu verteidigen. Völlig verängstigt späten sie mit zusammengekniffenen Augen in den bedeckten Himmel hinauf.

Die Wyvernen aus Belkzen wurden von einem roten Drachen angeführt, der seine Gegenwart erst gegen Ende der vergangenen Nacht enthüllt hatte. Seitdem ließ er Feuer auf die Stadt regnen. Des nachts hatte er ein teuflisches Spiel mit den tapferen Verteidigern von Lepidstadt gespielt: hatte er ein Gebäude in Brand gesteckt, wartete er in der Dunkelheit auf die Löschmannschaft, schnappte sich im Vorbeifliegen einen der Bedauernswerten und schleuderte ihn mit übermenschlichen Kräften in seine Kameraden. Bald hatten es die Bürger von Lepidstadt aufgegeben ihre Häuser und Wehranlagen zu löschen. Erst im Morgengrauen hatte das Monster damit aufgehört. Er war dazu übergegangen gezielt Jagd auf die Bewaffneten zu machen.

Da brach der rot geschuppte Drache wieder aus den Wolken heraus und glitt im Sturzflug herab. Pfeile, Armbrustbolzen und Speere prallten an den stahlharten Drachenschuppen ab wie Spielzeugwaffen, dann spie die Bestie einen weiteren Feuersturm auf die wehrlosen Soldaten der Pfalzgrafschaft hinab.

Bildnachweishttp://paizo.com/paizo/blog
Illustrator: Wayne Reynolds

Feuer!